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Storytelling

Beste Methode

Die köstlichen Schichten beim Butterbrot sind das Zauberwort

Eine Story baut sich in verschiedenen Schichten auf, wie beim zusammengeklappten Butterbrot. Butter, Aufschnitt, Butter sind das Grundkonzept.

Posting von Stulle, Butterbrot, Sandwich mit Pastrami und Honig-Senf-Dip

 

Geschichte - Botschaft - Geschichte. Damit erreiche ich, das schnöde und langweilige Informationen interessanter verpackt werden können. Ich fange mit einer Geschichte, dem saftigen Brot an, komme innerhalb dessen auf meine Botschaft, dem geschmacksintensiven Aufschnitt, zu sprechen und erzähle dann die Geschichte, das saftige Brot, weiter.

Geschmacksexplosion

Um ein Storytelling für einen Kalender zu entsprechen, schichte ich die Story in mehreren Schichten auf. Also Geschichte - Botschaft - Geschichte - Botschaft u.s.w., bis der Kalender am Ende ist und die Geschichte zum Ende finden kann. Wie beim Butterbrot, wird es von Schicht zu Schicht, geschmackvoller. Um so mehr Schichten, desto saftiger ist es. Eine wahre Geschmacksexplosion.


Warum Storytelling betreiben

Dazu habe ich eine Geschichte zu erzählen. Ich stand, als ich noch zur Schule gegangen bin, in Geschichte "auf Kippe". Ich konnte mir den Schulstoff einfach nicht merken. Dieses schnöde auswendig lernen machte mich fertig. Ein Freund kam auf die Idee, einfach alles aufzumalen und dazu eine Geschichte zu verfassen. Es ging in der Geschichte um einen Hund, der verzweifelt sein Herrchen sucht und dabei allerhand erlebt. Auf seiner langen Reise wandert er entlang geschichtsträchtiger Orte und Ereignisse. Auf einer Karte zeichnete mein Freund die Route auf, die der Hund entlang gelaufen ist. Die Meilensteine erzählten von genau den historischen Ereignissen, die ich mir merken musste. Durch die spannende Geschichte, veränderte sich in meinem Gehirn der Bezugsrahmen. Ich nahm nun die Story wahr und nicht mehr nur schnöde Daten, die ich mir merken sollte.  Durch die Story und der bebilderten Darstellung merkte ich mir ganz automatisch den erforderlichen Schulstoff, denn sie waren nun mit bestimmten Erlebnissen des Hundes verknüpft.

Daher ist es heutzutage oft von Vorteil, eine Geschichte um ein trockenes Thema herum zu erzählen. Man merkt sich, durch den veränderten Kontext, einfach mehr. Die Aufmerksamkeit wird geweckt und eine interessante Story verleitet dazu, sie bis zum Ende zu lesen. Und selbst endet man bei der Story nicht im puren Fachchinesisch. Man schreibt viel lockerer über erforderliche Themen.

In ungezwungene Atmosphäre sprudeln die Ideen

Mich fragte mal nach Feierabend jemand, was denn mein Aufgabengebiet bei der Kundenzufriedenheit sei.

Dazu muss ich kurz ausholen, denn hinter mir lag ein anstrengender Tag. In einem Meeting versuchten wir nämlich über Stunden hinweg unsere Kernkompetenzen heraus zu arbeiten. Ziel des Ganzen, wir wollten uns von der Konkurrenz abheben. Die erarbeiteten Kompetenzen sollten dann marketingstrategisch verwendet werden. Selbstverständlich haben wir einige Punkte gefunden, die uns deutlich von der Konkurrenz abhebten. Jede Abteilung, so stellten wir fest, besaßen individuelle Qualitäten. Daher sollte jede Abteilung für sich ihre Qualitäten beschreiben und Gründe nennen, warum sie so anders damit seien, als andere Unternehmen. Ich saß wie ein Ochse vor dem Berg und bekam nichts aufs Papier.

Bis zum Feierabend, als mich ein Freund danach fragte, was ich den überhaupt tun würde. Da sprudelte es aus mir heraus. Ich erzählte ihm, wie wichtig die Abteilung der Kundenzufrieden sei und was wir anders machen würden als unsere Konkurrenz und weswegen wir so erfolgreich damit seien...

Was so eine ungezwungene Atmosphäre bewirken kann. ;-) Am nächsten Tag verfasste ich für unsere Abteilung ohne Probleme meinen Text. 

 

Skizze Schreibtisch

 

Haben Sie sich etwas gemerkt?

Was haben Sie sich von dem, was ich bereits erzählt habe, gemerkt?

Waren es:
- die saftigen Schichten eines Butterbrotes, die eine gute Story ausmachen,
- oder der Hund, der verzweifelt sein Herrchen suchte,
- oder der Freund, der mich nach Feierabend nach den Aufgaben der Kundenzufriedenheit fragte?

Es gibt keine Helden und doch erzähle ich eine Story um Themen, die zum Weiterlesen verleiten. Wenn Sie es bis hier hin geschafft haben, dann habe ich zumindest die Mission Storytelling erfüllt.

Kunden wollen Emotionen und Gefühle und keine schnöde Werbung

Ein Baumark beschreibt in einem Flyer die technischen Details einer Bohrmaschine. Ich überfliege den Flyer und schmeiße ihn wenig später in den Papiermüll. Ein paar Tage später halte ich einen Flyer in meinen Händen, der mich zum lachen veranlasst. Es geht wieder um die Bohmaschine, nur dieses Mal ist diese Bohmaschine ein etwas tollpatschiges Wesen, das sich durch alle möglichen Widrigkeiten (Wände, Holz, Metall usw.) durchquälen muss. Teilweise ist es auch so dunkel, dass es sein Kopflicht einschalten muss und bei Metall muss es sogar seine Drehzahl erhöhen...

Ich denke, ich muss das nicht weiter erzählen. Es ist klar, was ich damit meine, oder? Fachchinesisch will keiner lesen, egal wie gut diese Bohrmaschine ist. Aber man wird aufmerksam, wenn man eine spannende oder lustige Story dazu lesen darf. 

 

Unternehmensgeschichte als Story in Form von Scrollytelling

Scrollytelling ist auch eine Form von Storytelling. Der User muss in dieser Geschichte ohne Menü / Sidebar und Co. nur scrollen, um eine Geschichte zu erleben. Wie so etwas ausssieht und wie es verpackt wurde, damit es ansprechend und interessant wirkt, dass können Sie in dieser

wahrnehmen.

Technisch aufwändiger ist Snow Fall der New York Times. Darin wird zusätzlich mit bewegten Bildern, also kleinen Videoclips gearbeitet.

Das muss man für den kleinen Betrieb nicht unbedingt umsetzen, doch vielleicht finden Sie eines Tages Spaß daran, so etwas entstehen zu lassen.

Die Story's werden in einem separaten Fenster geöffnet, damit Sie auf meine Seite leichter zurückfinden.

 

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